Tierbeobachtung

Papageientaucher in Island: wo und wann Sie die Puffins sehen

Papageientaucher sind von etwa Ende April bis Anfang September in Island, am besten sehen Sie sie von Mitte Mai bis Mitte August. Gute Orte sind Dyrhólaey, die Westmännerinseln, Látrabjarg und Borgarfjörður eystri.

Papageientaucher in Island: wo und wann Sie die Puffins sehen

Wenn ein Tier in Island allen die Show stiehlt, dann sind es die Papageientaucher, auf Englisch Puffins. Die kleinen Seevögel sehen aus wie einem Zeichentrickfilm entsprungen: leuchtend orangefarbener Schnabel, kurze Flügel und ein watschelnder Gang, bei dem jeder sofort lächeln muss. Die Vögel in freier Natur zu erleben, gehört für viele zu den schönsten Momenten einer Islandreise, vor allem im Sommer.

In Island lebt einer der größten Bestände des Papageientauchers weltweit, und kaum irgendwo kommen Sie den Vögeln so nah. Wer zur richtigen Jahreszeit anreist, hat mit dem Camper, dem Mietwagen oder auf einer Tour ausgezeichnete Chancen.

Papageientaucher mit orangefarbenen Füßen und buntem Schnabel auf einer grasbewachsenen Klippe über dem Meer in Island

Warum die Papageientaucher nach Island kommen

Die Vögel suchen hier Sicherheit und Platz. Steile Klippen, vorgelagerte Inseln und kaum Raubtiere an Land bieten beste Bedingungen zum Brüten. Im Sommer graben die Vögel Höhlen in die grasbewachsenen Klippenränder und ziehen dort ihre Jungen groß.

Die größten Kolonien liegen an der Südküste, auf den Westmännerinseln und in Teilen des Westens und Nordens. Für viele Reisende ist Island der erste und einzige Ort, an dem sie Papageientaucher in freier Wildbahn sehen.

Informationen zu Wildtieren und zum Naturschutz veröffentlicht das Isländische Institut für Naturgeschichte.

Papageientaucher in Island: die beste Zeit

Papageientaucher sind Sommergäste. In Island sehen Sie sie meist von Ende April bis Anfang September.

Am besten stehen die Chancen von Mitte Mai bis Mitte August:

  • Zweite Maihälfte
  • Juni
  • Juli
  • Erste Augusthälfte

In der Brutzeit sind die Altvögel tagsüber oft zum Fischen auf dem Meer und kehren erst später an Land zurück. Deshalb lohnen sich vor allem der späte Nachmittag und der Abend, und im Sommer bleibt es dafür lange genug hell.

Spätestens Anfang September verlassen die meisten Vögel Island und verbringen den Winter auf dem offenen Meer. Was die einzelnen Monate sonst noch bieten, steht in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit für Island.

Drei Papageientaucher mit orangefarbenen Schnäbeln und schwarz-weißem Gefieder bei leichtem Regen auf einer grasbewachsenen Klippe in Island

Wo Sie Papageientaucher in Island sehen

Dyrhólaey

Dyrhólaey an der Südküste gehört zu den einfachsten Orten, um brütende Papageientaucher ohne Bootstour zu sehen. Im Sommer sitzen sie an den Klippen nahe den Wanderwegen. Folgen Sie immer den Schildern und bleiben Sie hinter den Absperrseilen.

Saisonale Zugangsregeln und Hinweise für das Gebiet veröffentlicht die isländische Umweltbehörde auf ust.is. Wer ohnehin an der Südküste unterwegs ist, sollte auch unseren Ratgeber zum Reynisfjara-Strand kennen.

Westmännerinseln

Die Westmännerinseln gelten vielen als Hauptstadt der Papageientaucher in Island. Auf der Insel Heimaey brütet jeden Sommer eine riesige Kolonie, und bei Bootsfahrten oder Spaziergängen an den Klippen haben Sie beste Chancen.

Hin kommen Sie bequem mit der Fähre Herjólfur, schauen Sie aber vorher in den Fahrplan.

Vogelfelsen Látrabjarg

Látrabjarg in den Westfjorden ist berühmt für seine gewaltigen Vogelklippen und für erstaunlich gelassene Vögel, die oft direkt an der Kante sitzen. Für Fotografen ein Traum, an der Klippe ist aber Vorsicht geboten, denn der Wind kann hier stark sein.

Borgarfjörður eystri

In Borgarfjörður eystri im Osten Islands gibt es Aussichtsplattformen, von denen aus Sie die Brutkolonien beobachten können, ohne die Vögel zu stören. So beobachten Sie hier besonders schonend, und leicht zugänglich ist der Ort obendrein.

Papageientaucher mit mehreren kleinen Fischen im orangefarbenen Schnabel auf einem Felsen über dem Meer in Island

Papageientaucher rücksichtsvoll beobachten

Papageientaucher wirken entspannt, sind aber Wildtiere, und die Brutzeit ist eine empfindliche Phase. Wer rücksichtsvoll beobachtet, schützt die Vögel und sorgt dafür, dass die Plätze auch für künftige Besucher zugänglich bleiben.

  • Bleiben Sie auf markierten Wegen und folgen Sie den Schildern vor Ort
  • Fassen Sie Wildtiere nie an, füttern Sie sie nicht und laufen Sie ihnen nicht hinterher
  • Halten Sie sicheren Abstand zur Klippenkante
  • Lassen Sie die Drohne in der Nähe von Brutkolonien im Rucksack
  • Seien Sie leise, besonders in der Nähe der Bruthöhlen

Aktuelle Sicherheitshinweise für Ihre Reise finden Sie bei SafeTravel Iceland.

Papageientaucher und Camperreisen in Island

Mit dem Camper erwischen Sie die besten Beobachtungszeiten leichter, weil Sie flexibel sind und auch abgelegene Ecken erreichen. Viele Kolonien liegen weit weg von größeren Orten, und Touren sind nicht immer zu den ruhigsten Stunden dort.

Mit dem Camper können Sie:

  • auf einer Reise mehrere Kolonien besuchen
  • gezielt zu den ruhigeren Abendstunden ankommen
  • flexibel bleiben, wenn das Wetter umschlägt
  • Vogelstopps in Ihre Route über die Ringstraße einbauen

Wenn Sie gerade Ihre Reise planen, helfen Ihnen auch diese Ratgeber:

Kleine Papageientaucher-Kunde

  • Ein Papageientaucher kann mehrere Fische auf einmal im Schnabel tragen
  • Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie auf dem Meer, an Land kommen sie vor allem zum Brüten
  • Viele kehren Jahr für Jahr an denselben Brutplatz zurück
  • Am leuchtendsten ist der Schnabel in der Brutzeit, im Winter verblasst die Farbe
Vier Papageientaucher mit orangefarbenen Schnäbeln und Füßen bei leichtem Regen auf dunklem Vulkangestein an der Küste Islands

Werden Papageientaucher in Island gegessen?

Vielleicht lesen Sie irgendwo, dass in Island Papageientaucher gegessen werden. In einigen Küstenorten gehörte das tatsächlich zur alten Tradition.

Heute steht für viele Besucher und viele Isländer der Schutz der Brutkolonien im Vordergrund.

Warum Papageientaucher in Island etwas Besonderes sind

Papageientaucher leben an vielen Küsten der Welt, aber nur an wenigen Orten sind sie so leicht zu sehen. In Island erleben Sie sie in ihrem natürlichen Lebensraum, und wer rücksichtsvoll beobachtet, trägt selbst ein wenig zu ihrem Schutz bei.

Wenn Sie im Sommer nach Island reisen, planen Sie einen Stopp bei den Papageientauchern ein. Für viele wird er zum Höhepunkt der ganzen Reise. Den passenden Camper dafür finden Sie unter Wohnmobil mieten in Island.

Respektieren Sie die Klippen, bleiben Sie auf den Wegen und genießen Sie Islands berühmteste Seevögel.

Häufige Fragen zu Papageientauchern in Island

Wann sieht man Papageientaucher in Island?

Von etwa Ende April bis Anfang September. Am besten stehen die Chancen von Mitte Mai bis Mitte August, vor allem am späten Nachmittag und am Abend.

Wo sieht man Papageientaucher in Island?

Gut erreichbar sind Dyrhólaey an der Südküste, die Westmännerinseln mit der Insel Heimaey, der Vogelfelsen Látrabjarg in den Westfjorden und Borgarfjörður eystri im Osten.

Brauche ich für Papageientaucher eine Bootstour?

Nein. In Dyrhólaey sehen Sie die Vögel vom Wanderweg aus, in Borgarfjörður eystri von Aussichtsplattformen. Auf den Westmännerinseln sind neben Bootsfahrten auch Spaziergänge an den Klippen möglich.

Kann man im September noch Papageientaucher sehen?

Kaum. Spätestens Anfang September verlassen die meisten Vögel Island und verbringen den Winter auf dem offenen Meer.

Darf man Papageientaucher anfassen oder füttern?

Nein. Es sind Wildtiere, gerade in der Brutzeit. Bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Abstand zu den Vögeln und zur Klippenkante und lassen Sie die Drohne in der Nähe der Kolonien am Boden.