Reiseziele

Westfjorde in Island mit dem Camper: Routen, Sicherheit und Campingplätze

Planen Sie für die Westfjorde mindestens fünf Tage ein, besser sieben, denn 100 km dauern hier oft zwei bis drei Stunden. Am besten reisen Sie im Juli oder August, mit einem 2WD-Camper auf asphaltierten und normalen Schotterstraßen, und übernachten nur auf Campingplätzen.

Westfjorde in Island mit dem Camper: Routen, Sicherheit und Campingplätze
Westfjorde · Routen · Sicherheit · Zu zweit oder zu dritt

So planen Sie Ihre Reise in die Westfjorde sicher und entspannt: mit Routen für fünf und sieben Tage, Tipps für die Straßen, Campingplätzen und dem passenden Camper für zwei oder drei Personen.

5 bis 7 TageEmpfohlene Reisedauer
2WD reichtHauptstraßen im Sommer
Langsame StraßenMehr Zeit einplanen
Juli und AugustBeste Reisezeit
Ab 6.882 ISK/TagPremium-Camper für 2

Die Westfjorde sind die abgelegenste Region Islands und für viele die eindrucksvollste. Mit dem Camper kommen Sie ihnen am nächsten, wenn Sie Strecken, Campingplätze und Wetter etwas sorgfältiger planen als anderswo auf der Insel.

Welchen Camper Sie wählen, spielt hier eine größere Rolle als auf vielen anderen Routen in Island. Zu zweit ist unser Premium-Camper für 2 Personen die beste Wahl: Automatik, ein Sofa, das zum Bett wird, eine leise Diesel-Standheizung mit Thermostat, rund 1 kWh Bordstrom und ein 24-Liter-Kühlschrank. Zu dritt nehmen Sie den Fiat Scudo 3 Family, ebenfalls mit Automatik, dazu drei Schlafplätze, Diesel-Standheizung und eine eigene Bordbatterie.

Premium-Camper für 2
Ab 6.882 ISK/Tag
Für 2 Personen · Automatik
Details und Verfügbarkeit
Fiat Scudo 3 Family
Ab 9.360 ISK/Tag
Für 3 Personen · Automatik
Details und Verfügbarkeit
🇮🇸 Lokales Team in Keflavík
🔋 Bordbatterie, kein Stromanschluss nötig
🔥 Standheizung in Premium und Scudo
📞 Rund um die Uhr erreichbar
Ein Camper auf einer kurvigen Bergstraße durch moosbewachsene Vulkanlandschaft in den abgelegenen Westfjorden Islands
Kaum eine Region Islands eignet sich so gut für langsames Reisen im Camper. Belohnt werden Sie aber nur, wenn Sie Strecke, Campingplatz und Straßenzustand jeden Tag neu prüfen.

Was die Westfjorde in Island so besonders macht

Eine Region für langsames Reisen

Wer die stille, ursprüngliche Seite Islands sucht, ist in den Westfjorden richtig. Golden Circle und Südküste leben von schnellen Fotostopps, die Westfjorde belohnen das Gegenteil: Sie fahren lange Fjorde aus, halten in kleinen Dörfern, stehen vor mächtigen Wasserfällen, laufen über einsame Strände und verbringen die Abende auf Campingplätzen zwischen Bergen und Meer. Sehenswürdigkeiten abzuhaken, funktioniert hier nicht. Was Sie brauchen, sind Zeit, Geduld, etwas Flexibilität und ein ruhiger Fuß auf dem Gaspedal.

Warum der Camper hier so gut passt

In den kleinen Orten gibt es oft nur wenige Unterkünfte. Mit dem Camper haben Sie Fahrzeug, Bett, Heizung, Küche, Kühlschrank und Strom immer dabei und müssen nicht hoffen, dass in einem abgelegenen Dorf noch ein Zimmer frei ist.

🌊

Abgelegene Fjorde

Lange Küstenstraßen, weite Blicke aufs Meer und stille Fischerdörfer geben den Westfjorden einen ganz eigenen Charakter.

🏕️

Flexibel übernachten

Campingplätze gibt es in der ganzen Region. Mit dem Camper ist das einfach, solange Sie den Platz für die Nacht jeden Tag rechtzeitig festlegen.

📸

Fotografie

Klippen, Strände, Wasserfälle, Berge und das weiche Abendlicht über dem Atlantik machen die Westfjorde zu einem der besten Fotoziele Islands.

🛣️

Abenteuer im eigenen Tempo

Die schönsten Touren lassen Zeit zum Anhalten, Ausruhen, Kochen und Kräftesammeln und für neue Pläne, wenn das Wetter es verlangt.

Camper und Westfjorde: wann es passt und wann nicht

Wann der Camper die richtige Wahl ist

Ein Camper ist hier eine sehr gute Wahl, wenn Sie in der richtigen Jahreszeit reisen, auf den erlaubten Straßen bleiben und sich pro Tag nicht zu viele Kilometer vornehmen. Mit einem 2WD-Camper kommen Sie im Sommer bei normalen Bedingungen auf vielen Strecken gut zurecht. Manche Straßen sind allerdings schmal, manche geschottert, und auf den Passstraßen geht es langsamer voran, als viele Besucher erwarten.

  • Sie reisen zwischen Juni und September, am liebsten im Juli oder August.
  • Sie nehmen sich mindestens fünf Tage Zeit.
  • Sie bleiben auf asphaltierten Straßen und normalen Schotterstraßen.
  • Sie prüfen jeden Morgen vor der Abfahrt Straßenzustand und Wetter.
  • Sie fahren auf Schotter und am Berg langsam.
  • Sie übernachten ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen.

Wann Sie die Westfjorde lieber verschieben

Lassen Sie die Region diesmal aus, wenn Sie nur ein oder zwei Tage übrig haben, wenn der Wetterbericht Sturm oder Unwetter meldet, wenn die Passstraßen nach dem Winter noch gesperrt sind oder wenn Sie sich auf schmalen, wechselhaften Straßen nicht wohlfühlen. Dann heben Sie sich die Westfjorde besser für eine spätere Reise auf.

Wichtig: Manche Passstraßen bleiben wegen Schnee und aufgeweichtem Boden bis Ende Juni gesperrt, manchmal auch länger. Schauen Sie deshalb vor jedem Fahrtag auf road.is, vedur.is und safetravel.is.

Fjorde und schneebedeckte Berge über dem Meer in den Westfjorden Islands, unter wolkenverhangenem Himmel
Die Straßen der Westfjorde sind oft schmal und langsam, und das Wetter entscheidet mit. Ein Blick auf road.is gehört vor jeder Etappe dazu.

Der passende Camper für zwei oder drei Personen

Worauf es bei der Wahl ankommt

Welcher Camper am besten passt, hängt von der Gruppengröße ab und davon, wie entspannt Sie fahren möchten. Zu zweit zählen Komfort und Automatik, denn die Strecken sind lang und kurvig und dauern oft länger als gedacht. Zu dritt geht es vor allem um Schlafplätze und einen praktischen Innenraum.

Merkmal Premium-Camper für 2 Fiat Scudo 3 Family
Ideal für Paare oder zwei Freunde Drei Reisende oder kleine Familien
Preis ab 6.882 ISK / Tag 9.360 ISK / Tag
Getriebe Automatik Automatik
Schlafen Sofa, das zum Bett wird (200 × 130 cm) Schlafplätze für 3 Personen
Bordstrom ca. 1 kWh, Foxie Campers Power System Autarke Bordbatterie
Heizung Leise Diesel-Standheizung mit Thermostat Diesel-Standheizung
Strom vom Campingplatz Nicht nötig Nicht nötig
F-Straßen Nicht erlaubt: 2WD Nicht erlaubt: 2WD

Zu zweit: der Premium-Camper

Der Premium-Camper für 2 Personen ist die beste Wahl für Paare oder zwei Freunde. Die Automatik nimmt auf den langen, kurvigen Fjordstraßen viel Stress heraus. Dank Sofa haben Sie an Regentagen einen richtigen Sitzplatz im Camper, abends wird daraus das Bett, und die leise Standheizung mit Thermostat sorgt auch in kalten Nächten für guten Schlaf. Im 24-Liter-Kompressorkühlschrank bleiben die Vorräte frisch. Ab 6.882 ISK pro Tag.

Zu dritt: der Fiat Scudo 3 Family

Reisen Sie zu dritt, ist der Fiat Scudo 3 Family Campervan die richtige Wahl. Er hat Automatik, drei Schlafplätze, eine Diesel-Standheizung und eine autarke Bordbatterie, die ohne Stromanschluss auskommt. Bettwäsche ist wie bei jeder unserer Mieten inklusive. Ab 9.360 ISK pro Tag.

Noch unsicher, welcher Camper zu Ihnen passt? Nennen Sie uns Reisedaten, Gruppengröße und Ihre geplante Route, dann helfen wir Ihnen bei der Wahl.

Persönlich beraten lassen

Beste Reisezeit für die Westfjorde

Juli und August sind am verlässlichsten

Am besten reisen Sie im Juli oder August: Dann sind die meisten Straßen offen, die Tage lang und die Fahrten entspannter. Auch Juni und September sind möglich, verlangen aber mehr Planung und etwas mehr Flexibilität.

Die Monate im Überblick

Juni: Wunderschön, aber mit Vorsicht zu genießen. Einige Passstraßen sind womöglich noch zu oder erst seit Kurzem offen. Prüfen Sie den Zustand, bevor Sie sich auf bestimmte Abschnitte festlegen. Auf den Campingplätzen ist es oft ruhiger und geräumiger als in der Hauptsaison.

Juli und August: Die sichersten und am besten erreichbaren Monate für die meisten Camperreisenden. Die Campingplätze haben in der Regel mit allen Einrichtungen geöffnet, die Straßen sind verlässlicher, und es bleibt bis spät abends hell, im Hochsommer oft bis nach Mitternacht.

September: Weniger Betrieb und schöne Herbstfarben, dafür wird das Wetter unberechenbarer, und die ersten Campingplätze schließen. Planen Sie flexibler, packen Sie wärmere Kleidung ein und halten Sie einen Plan B bereit, falls sich die Bedingungen ändern.

Winter: Im Winter raten wir den meisten Camperreisenden von den Westfjorden ab. Gesperrte Straßen, Schnee, Eis, starker Wind und kurze Tage machen die Region dann deutlich anspruchsvoller als die Südküste zur selben Zeit.

Berggipfel in tief hängenden Wolken und Nebel an einer einsamen Straße in Island

Wie viele Tage Sie einplanen sollten

Warum die Westfjorde mehr Zeit brauchen, als die Karte vermuten lässt

Für eine lohnende Route brauchen Sie mindestens fünf Tage, mit sieben wird es deutlich schöner. Der häufigste Fehler: die Westfjorde als schnellen Abstecher von zwei Tagen an die Ringstraße zu hängen. Auf der Karte sieht das machbar aus, in Wirklichkeit sind die Straßen langsamer, die Aussichtspunkte kosten Zeit, und die Region verdient Geduld.

Verfügbare Zeit Unsere Einschätzung Geeignet für
2 bis 3 Tage Für die meisten zu knapp Nur ein kurzer Eindruck vom Süden der Westfjorde
5 Tage Gute kompakte Route Hólmavík, Ísafjörður und Dynjandi
7 Tage Die beste Balance Die ganze Runde durch die Westfjorde, mit Luft zum Durchatmen
10 Tage Ideal für langsames Reisen Fotografen, Wanderer und alle, die es ruhig angehen

Tagesetappen realistisch planen

In den Westfjorden dauern 100 km leicht zwei bis drei Stunden statt einer. Die Straßen folgen jedem Fjord bis ganz nach hinten, auf Schotter fahren Sie langsamer, und die Stopps summieren sich schnell. Planen Sie lieber 60 bis 100 km reine Fahrstrecke pro Tag als die 200 km und mehr, die Sie auf der Ringstraße schaffen. Dafür lohnt sich hier fast jeder Kilometer.

Route für 5 Tage: kompakt, aber ohne Hetze

Die kompakte Runde im Überblick

Diese Route ist für alle, die die Region intensiv erleben möchten, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Am besten fahren Sie sie im Juli oder August, mit etwas mehr Planung auch im Juni oder September, solange die Straßen offen sind und das Wetter mitspielt. Die Fahrzeiten sind überschaubar, trotzdem sollten Sie jeden Tag Puffer für Stopps, Wetter und langsame Schotterabschnitte einplanen.

Tag 1: von Reykjavík nach Hólmavík

Von Reykjavík geht es nach Norden Richtung Westfjorde, rund 250 km in 3 bis 3,5 Stunden. Vor der Abfahrt kaufen Sie in Reykjavík groß ein, Tipps dazu stehen in unserem Supermarkt-Ratgeber. Übernachten Sie in Hólmavík oder auf einem Campingplatz in der Nähe: So bleibt der erste Tag entspannt, und Sie starten gut aufgestellt in den nächsten Abschnitt.

Tag 2: von Hólmavík nach Ísafjörður

Über die Fjordstraßen geht es nach Ísafjörður, in den Hauptort der Westfjorde. Rechnen Sie mit einer langsamen, wunderschönen Fahrt, vielen Stopps und ständig neuen Ausblicken. Tanken Sie gleich bei der Ankunft in Ísafjörður, hier ist die Versorgung so verlässlich wie nirgends sonst in der Region.

Tag 3: rund um Ísafjörður

Bleiben Sie einen ganzen Tag in der Gegend um Ísafjörður, Bolungarvík und Súðavík. Fahren Sie weniger, erkunden Sie die Orte zu Fuß, füllen Sie Vorräte und Tank auf und planen Sie die nächsten zwei Tage nach den aktuellen Bedingungen neu.

Tag 4: von Ísafjörður nach Dynjandi

Weiter geht es nach Süden zum Dynjandi, einem der mächtigsten Wasserfälle Islands. Nehmen Sie sich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Zeit für den Weg hinauf, vorbei an den kleineren Fällen, und für die Aussichtspunkte. Übernachten Sie auf einem Campingplatz in der Nähe.

Tag 5: zurück oder weiter nach Snæfellsnes

Fahren Sie zurück nach Süden Richtung Reykjavík (direkt etwa 4 bis 5 Stunden) oder weiter zur Halbinsel Snæfellsnes, wenn Ihre Islandreise noch ein paar Tage in diese Richtung hergibt.

Route für 7 Tage: die Empfehlung für die meisten

Mehr Spielraum für Wetter und Pausen

Mit sieben Tagen reisen Sie spürbar entspannter, und für die meisten ist das die bessere Wahl. Sie fahren weniger pro Tag, bleiben länger in Dörfern und an Aussichtspunkten, und nicht jeder Tag wird zur langen Überführungsetappe. Die zusätzlichen Tage sind außerdem Ihr Puffer fürs Wetter, und der zählt in den Westfjorden mehr als irgendwo sonst in Island.

Tag 1: von Reykjavík nach Hólmavík

Starten Sie nach Norden bis an den Eingang der Westfjorde. Kaufen Sie vorher in Reykjavík ein, in den kleinen Dörfern wird die Auswahl schnell kleiner.

Tag 2: von Hólmavík nach Ísafjörður

Lassen Sie sich auf den Fjordstraßen Zeit. Halten Sie an Aussichtspunkten und an der Küste, getankt wird unterwegs in den kleinen Orten. Kommen Sie so früh in Ísafjörður an, dass Ihnen noch Zeit für einen Bummel bleibt.

Tag 3: rund um Ísafjörður

Ein ganzer Tag in der Gegend um Ísafjörður, Bolungarvík und Súðavík: gut zum Ausruhen und praktisch zum Einkaufen, Wäschewaschen und für einen Blick auf die weitere Route.

Tag 4: von Ísafjörður nach Dynjandi

Es geht nach Süden zum Dynjandi. Planen Sie Zeit für Stopps je nach Wetter und für wechselnde Schotterabschnitte ein. Im Nachmittagslicht ist diese Strecke besonders schön.

Tag 5: von Dynjandi nach Patreksfjörður

Weiter nach Süden, übernachtet wird in Patreksfjörður oder auf einem Campingplatz in der Nähe. Von hier aus erreichen Sie am nächsten Tag die Höhepunkte der südlichen Halbinseln gut.

Tag 6: Látrabjarg oder Rauðisandur

Fahren Sie zu diesen abgelegenen Zielen nur, wenn Straße und Wetter passen. Lassen Sie sich unterwegs Zeit und planen Sie die Rückfahrt sorgfältig. Ändern sich die Bedingungen, kehren Sie ohne Zögern um.

Tag 7: zurück Richtung Reykjavík

Fahren Sie zurück nach Süden Richtung Reykjavík oder weiter nach Snæfellsnes, wenn Ihre Reise noch mehr Tage im Westen vorsieht.

Auf einer längeren Islandreise lassen sich die Westfjorde gut mit der Ringstraße verbinden, oder Sie machen auf dem Rückweg einen Abstecher nach Snæfellsnes. Wie eine ganze Rundreise Tag für Tag aussehen kann, zeigt unsere Island-Rundreise mit kostenlosem Reiseplaner. Den Planer bekommen Sie mit jeder Buchung für Ihre Reisedaten und Ihren Camper, mit echten Fahrzeiten und einem Campingplatz für jede Nacht.

Die schönsten Ziele unterwegs

Die wichtigsten Stopps für Camperreisende

Abgelegene, schöne Orte gibt es in den Westfjorden unzählige. Die folgenden lohnen sich besonders und sind mit dem Camper gut erreichbar. Prüfen Sie trotzdem vor jeder Fahrt in entlegene Gegenden den Straßenzustand, denn nach Regen oder einer stürmischen Nacht kann er sich schnell ändern.

💧

Wasserfall Dynjandi

Einer der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands und der Höhepunkt jeder Tour hier oben. Planen Sie 1,5 bis 2 Stunden für den ganzen Weg und die Aussichtspunkte ein.

🏘️

Ísafjörður

Der Hauptort der Westfjorde, mit Lebensmitteln, Tankstelle, Bank und Campingplatz. Hier sortieren Sie Ihre Route neu, und ein ganzer Tag lohnt sich.

🪨

Vogelfelsen Látrabjarg

Der westlichste Punkt Islands, berühmt für seine Papageientaucher. Fahren Sie nur hin, wenn Zufahrt und Wind es sicher zulassen, und schauen Sie vorher auf road.is.

🏖️

Strand Rauðisandur

Ein weiter, ungewöhnlicher Strand mit rötlichem Sand in grandioser Umgebung. Die Zufahrt führt steil bergab. Prüfen Sie die Bedingungen und ob Sie sich die Strecke zutrauen, bevor Sie losfahren.

Der Wasserfall Dynjandi in den Westfjorden: mehrstufig zwischen Felsen und ein beliebter Stopp auf jeder Camperreise durch die Region
Dynjandi ist das Wahrzeichen unter den Wasserfällen der Westfjorde und gehört auf jede Camperroute durch die Region.

Übernachten: nur auf Campingplätzen

Die Nächte in den Westfjorden planen

Mit dem Camper übernachten Sie in Island ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen, Wildcampen ist nicht erlaubt. Plätze gibt es in der ganzen Region, aber Öffnungszeiten, Ausstattung und Bezahlung unterscheiden sich je nach Ort und Saison. Verlassen Sie sich deshalb nie blind auf einen bestimmten Platz, schon gar nicht, wenn Sie erst spät am Abend ankommen.

  • Legen Sie Ihren Campingplatz für die Nacht schon am frühen Nachmittag fest, nicht erst, wenn Sie müde sind.
  • Gehen Sie außerhalb der Hauptsaison nicht davon aus, dass jeder Platz geöffnet hat.
  • Nehmen Sie Lebensmittel und Wasser in Reserve mit, vor allem in abgelegenen Gegenden ohne Laden in der Nähe.
  • Nutzen Sie die Campingplätze, um alle ein, zwei Tage Wasser aufzufüllen, Abfall loszuwerden und den Camper in Ordnung zu bringen.
  • Halten Sie sich überall an die Platzregeln, die Ruhezeiten und die Hinweise zur Müllentsorgung.
  • Überlegen Sie sich für jeden Tag einen Ausweichplatz, falls Ihr erster Platz voll oder geschlossen ist.

Hilfreich: Die offiziellen Unterkünfte und Campingplätze der Westfjorde finden Sie auf westfjords.is. In der Nebensaison fragen Sie am besten direkt beim Platz nach, ob er geöffnet hat und was er bietet.

Unsere Auswahl der besten Plätze im ganzen Land, mit Karte und den Plätzen, die auch im Winter offen haben, finden Sie im Ratgeber Campingplätze in Island.

Sicher fahren: Straßen, Wetter, Regeln

Warum Vorsicht hier besonders zählt

Gefährlich sind die Westfjorde nicht, wenn Sie ihnen mit Respekt begegnen. Wer hetzt oder schlecht plant, bekommt das allerdings schnell zu spüren. Die Straßen sind schmaler, die Schotterabschnitte länger, das Wetter kann innerhalb einer Stunde umschlagen, und in abgelegenen Tälern bricht das Handynetz manchmal ab. Langsam und geduldig zu fahren, ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Diese Quellen prüfen Sie vor jedem Fahrtag

  • road.is und umferdin.is: Straßenzustand und Sperrungen von der isländischen Straßenbehörde, laufend aktualisiert.
  • vedur.is: Vorhersagen und Sturmwarnungen des isländischen Wetterdienstes.
  • safetravel.is: Sicherheitswarnungen und die Möglichkeit, Ihren Reiseplan zu hinterlegen.
  • Laden Sie vor der Fahrt in die Westfjorde die App 112 Iceland herunter. Darüber hinterlegen Sie Ihren Reiseplan und können, sofern Sie Netz haben, Ihren GPS-Standort an die Rettungskräfte senden.

Regeln für unterwegs

  • Fahren Sie auf Schotter langsam. Davon hängen Ihre Sicherheit und der Zustand des Campers ab.
  • Halten Sie mehr Abstand zu anderen Fahrzeugen, damit weniger Steinschlag Lack und Scheiben trifft.
  • Nutzen Sie die Ausweichstellen richtig und halten Sie nie auf der Straße an, um zu fotografieren.
  • Öffnen Sie die Türen bei starkem Wind vorsichtig. Eine Böe kann eine Tür im Nu beschädigen.
  • Halten Sie den Tank auf abgelegenen Strecken mindestens halb voll. Tankstellen sind selten und manchmal ohne Personal.
  • Fahren Sie nie abseits der Straßen, auch wenn das Gelände flach und befahrbar aussieht. Offroad-Fahren ist in Island verboten und wird hart bestraft.
  • Mit einem 2WD-Camper fahren Sie weder auf F-Straßen noch auf Hochlandpisten.
  • Kehren Sie um, wenn sich die Lage unsicher anfühlt. Kein Aussichtspunkt ist eine Rettungsaktion wert.

Unsere Regel: Premium und Scudo sind 2WD-Camper. F-Straßen, Hochlandpisten, Flussdurchfahrten und jedes Gelände abseits der Straßen sind mit ihnen tabu. Sie sind für Asphalt und normale Schotterstraßen gemacht, wenn road.is gute Bedingungen meldet. Wer mit einem 2WD-Camper trotzdem auf eine F-Straße fährt, verliert den Versicherungsschutz.

F-Straßen fahren Sie bei uns nur mit einem 4x4, also mit dem Dacia Duster oder dem Jeep Renegade, und dann jede, die offiziell geöffnet ist. Durch Flüsse fahren Sie auch damit nur, wenn wir die Durchfahrt vorher ausdrücklich freigegeben haben, und Schäden am Unterboden oder durch Wasser deckt die Versicherung nicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Hochland und F-Straßen in Island, die allgemeinen Verkehrsregeln und Tipps für die Ringstraße im Ratgeber Autofahren in Island.

Packliste für die Westfjorde

Kleidung und persönliche Dinge

Die Region ist wirklich abgelegen, gutes Packen macht sich hier deutlich bemerkbar. Einiges bringt der Camper schon mit: Bettwäsche ist bei jeder Miete dabei, und Premium wie Scudo haben eine Standheizung und eine eigene Bordbatterie. Sie kümmern sich also vor allem um Kleidung, persönliche Dinge, Proviant und die Kameraausrüstung.

  • Regenjacke und Regenhose. Regen ist häufig und kommt oft ohne Vorwarnung.
  • Warme Zwischenschichten wie Fleece, auch im Juli und August. An den Fjorden wird es abends spürbar kühler.
  • Mütze und Handschuhe für windige Aussichtspunkte, Klippen und den Weg zu den Wasserfällen.
  • Weiche Taschen statt Hartschalenkoffer. Im Camper lassen sie sich viel leichter verstauen.
  • Badesachen und Handtuch für die heißen Quellen und Thermalbecken unterwegs.
  • Offline-Karten oder heruntergeladene Navigation für Abschnitte mit schlechtem Netz.
  • Kamera und Ersatzakkus. Bei Kälte sind Akkus schneller leer, als man denkt.
  • Vorräte für mindestens eine zusätzliche Mahlzeit über den Tagesplan hinaus.
  • Eine Trinkflasche zum Nachfüllen: Das Leitungswasser in Island ist hervorragend und überall kostenlos.

Strom unterwegs: ganz ohne Stromanschluss

Einen Stromanschluss auf dem Campingplatz brauchen unsere Camper nicht. Der Premium-Camper hat mit dem Foxie Campers Power System rund 1 kWh Strom an Bord, der Scudo eine autarke Bordbatterie. In den Westfjorden ist das besonders praktisch, weil Sie oft lange Tage fernab größerer Orte verbringen. Im Premium laden Sie unterwegs Handy, Kamera-Akkus, Drohne, Laptop, Tablet und Powerbank, und auch viele gängige CPAP-Geräte lassen sich damit betreiben, ohne dass Sie abends irgendwo einstecken müssen.

Das Bordstromsystem mit rund 1 kWh, das den Camper mit Strom versorgt

Gut ausgestattet in die Westfjorde

Premium und Scudo haben Standheizung und Bordbatterie, Bettwäsche ist immer inklusive. Wählen Sie Ihre Reisedaten und sehen Sie gleich, welcher Camper für Ihre Gruppe frei ist.

Reisedaten wählen und Verfügbarkeit prüfen

Häufige Fragen zu den Westfjorden

Sind die Westfjorde auch für die erste Islandreise geeignet?
Ja, wenn Sie mit langsamen Straßen, wechselhaftem Wetter und täglicher Routenplanung gut zurechtkommen. Reisen Sie beim ersten Mal im Juli oder August, nehmen Sie sich fünf bis sieben Tage Zeit und schauen Sie jeden Morgen auf road.is, vedur.is und safetravel.is. Ein Camper mit Automatik wie unser Premium-Camper macht die langen, kurvigen Fjordstraßen deutlich entspannter, gerade wenn Sie Islands Straßen noch nicht kennen.
Was kostet ein Camper für die Westfjorde?
Unser Premium-Camper für 2 Personen kostet ab 6.882 ISK pro Tag, der Fiat Scudo 3 Family für drei Personen ab 9.360 ISK pro Tag (Nebensaison, längere Miete). Kurze Mieten kosten pro Tag mehr, je länger Sie mieten, desto günstiger wird der Tagespreis; unbegrenzte Kilometer, Bettwäsche und Hilfe rund um die Uhr sind immer inklusive, versteckte Gebühren gibt es nicht. Den aktuellen Preis für Ihre Reisedaten sehen Sie auf unserer Buchungsseite.
Kann ich mit dem Premium-Camper durch die Westfjorde fahren?
Ja, auf asphaltierten Straßen und normalen Schotterstraßen, wenn road.is gute Bedingungen meldet, und die Automatik ist auf den langen Fjordstraßen ein echter Vorteil. An Bord sind eine leise Diesel-Standheizung mit Thermostat, ein 24-Liter-Kompressorkühlschrank, rund 1 kWh Bordstrom und ein Sofa, das zum Bett für zwei wird. F-Straßen, Hochlandpisten, Flussdurchfahrten und Gelände abseits der Straßen sind mit ihm tabu, sonst erlischt der Versicherungsschutz.
Welcher Camper passt, wenn wir zu dritt reisen?
Der Fiat Scudo 3 Family Campervan: Automatik, drei Schlafplätze, Diesel-Standheizung und eine autarke Bordbatterie, ab 9.360 ISK pro Tag. Wie der Premium-Camper ist er ein 2WD und bleibt auf asphaltierten Straßen und normalen Schotterstraßen, F-Straßen sind mit ihm nicht erlaubt.
Wie viele Tage brauche ich für die Westfjorde mit dem Camper?
Fünf Tage sind das Minimum für eine lohnende Route mit Hólmavík, Ísafjörður, Dynjandi und der Rückfahrt nach Süden. Sieben Tage sind deutlich besser, denn 100 km dauern hier leicht zwei bis drei Stunden, und bei schlechtem Wetter brauchen Sie Spielraum. Zehn Tage passen für Fotografen, Wanderer und alle, die auch die äußeren Halbinseln sehen möchten, ohne zu hetzen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Westfjorde?
Juli und August sind am verlässlichsten: Die Passstraßen sind dann meist offen, die Campingplätze voll in Betrieb, und es bleibt bis spät abends hell. Der Juni ist möglich, nur sind manche Passstraßen nach dem Winter noch gesperrt; im September ist es ruhiger und herbstlich bunt, aber das Wetter wird unberechenbarer, und die ersten Campingplätze schließen. Im Winter raten wir mit dem Camper von den Westfjorden ab.
Wie weit ist es von Reykjavík in die Westfjorde?
Bis Hólmavík am Eingang der Westfjorde sind es rund 250 km auf asphaltierten Straßen, die Fahrzeit liegt bei etwa 3 bis 3,5 Stunden. Bis Ísafjörður kommen wegen der vielen Fjorde noch einige Stunden dazu. Die meisten übernachten deshalb am ersten Abend bei Hólmavík, kommen nicht zu spät am Campingplatz an und starten den zweiten Tag schon mitten in den Westfjorden.
Brauche ich für die Westfjorde einen 4x4?
Für die wichtigsten Strecken im Sommer nicht: Mit einem 2WD-Camper wie dem Premium oder dem Scudo fahren Sie auf asphaltierten und normalen Schotterstraßen, wenn road.is gute Bedingungen meldet, nur sind manche Passstraßen bis Ende Juni gesperrt. F-Straßen dürfen Sie bei uns ausschließlich mit einem 4x4 fahren, also mit dem Duster oder dem Jeep, und zwar jede, die offiziell geöffnet ist. Durch Flüsse fahren Sie auch damit nur, wenn wir die Durchfahrt vorher ausdrücklich freigegeben haben.
Darf ich mit dem Camper in den Westfjorden überall übernachten?
Nein. Übernachten dürfen Sie in Island nur auf offiziellen Campingplätzen; auf Parkplätzen oder am Straßenrand zu schlafen, ist verboten und wird mit Bußgeldern geahndet. Legen Sie den Platz für die Nacht jeden Tag schon am Nachmittag fest und fragen Sie in der Nebensaison direkt nach, ob er geöffnet hat (eine Übersicht finden Sie auf westfjords.is).