So planen Sie Ihre Reise in die Westfjorde sicher und entspannt: mit Routen für fünf und sieben Tage, Tipps für die Straßen, Campingplätzen und dem passenden Camper für zwei oder drei Personen.
Die Westfjorde sind die abgelegenste Region Islands und für viele die eindrucksvollste. Mit dem Camper kommen Sie ihnen am nächsten, wenn Sie Strecken, Campingplätze und Wetter etwas sorgfältiger planen als anderswo auf der Insel.
Welchen Camper Sie wählen, spielt hier eine größere Rolle als auf vielen anderen Routen in Island. Zu zweit ist unser Premium-Camper für 2 Personen die beste Wahl: Automatik, ein Sofa, das zum Bett wird, eine leise Diesel-Standheizung mit Thermostat, rund 1 kWh Bordstrom und ein 24-Liter-Kühlschrank. Zu dritt nehmen Sie den Fiat Scudo 3 Family, ebenfalls mit Automatik, dazu drei Schlafplätze, Diesel-Standheizung und eine eigene Bordbatterie.

Was die Westfjorde in Island so besonders macht
Eine Region für langsames Reisen
Wer die stille, ursprüngliche Seite Islands sucht, ist in den Westfjorden richtig. Golden Circle und Südküste leben von schnellen Fotostopps, die Westfjorde belohnen das Gegenteil: Sie fahren lange Fjorde aus, halten in kleinen Dörfern, stehen vor mächtigen Wasserfällen, laufen über einsame Strände und verbringen die Abende auf Campingplätzen zwischen Bergen und Meer. Sehenswürdigkeiten abzuhaken, funktioniert hier nicht. Was Sie brauchen, sind Zeit, Geduld, etwas Flexibilität und ein ruhiger Fuß auf dem Gaspedal.
Warum der Camper hier so gut passt
In den kleinen Orten gibt es oft nur wenige Unterkünfte. Mit dem Camper haben Sie Fahrzeug, Bett, Heizung, Küche, Kühlschrank und Strom immer dabei und müssen nicht hoffen, dass in einem abgelegenen Dorf noch ein Zimmer frei ist.
Abgelegene Fjorde
Lange Küstenstraßen, weite Blicke aufs Meer und stille Fischerdörfer geben den Westfjorden einen ganz eigenen Charakter.
Flexibel übernachten
Campingplätze gibt es in der ganzen Region. Mit dem Camper ist das einfach, solange Sie den Platz für die Nacht jeden Tag rechtzeitig festlegen.
Fotografie
Klippen, Strände, Wasserfälle, Berge und das weiche Abendlicht über dem Atlantik machen die Westfjorde zu einem der besten Fotoziele Islands.
Abenteuer im eigenen Tempo
Die schönsten Touren lassen Zeit zum Anhalten, Ausruhen, Kochen und Kräftesammeln und für neue Pläne, wenn das Wetter es verlangt.
Camper und Westfjorde: wann es passt und wann nicht
Wann der Camper die richtige Wahl ist
Ein Camper ist hier eine sehr gute Wahl, wenn Sie in der richtigen Jahreszeit reisen, auf den erlaubten Straßen bleiben und sich pro Tag nicht zu viele Kilometer vornehmen. Mit einem 2WD-Camper kommen Sie im Sommer bei normalen Bedingungen auf vielen Strecken gut zurecht. Manche Straßen sind allerdings schmal, manche geschottert, und auf den Passstraßen geht es langsamer voran, als viele Besucher erwarten.
- Sie reisen zwischen Juni und September, am liebsten im Juli oder August.
- Sie nehmen sich mindestens fünf Tage Zeit.
- Sie bleiben auf asphaltierten Straßen und normalen Schotterstraßen.
- Sie prüfen jeden Morgen vor der Abfahrt Straßenzustand und Wetter.
- Sie fahren auf Schotter und am Berg langsam.
- Sie übernachten ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen.
Wann Sie die Westfjorde lieber verschieben
Lassen Sie die Region diesmal aus, wenn Sie nur ein oder zwei Tage übrig haben, wenn der Wetterbericht Sturm oder Unwetter meldet, wenn die Passstraßen nach dem Winter noch gesperrt sind oder wenn Sie sich auf schmalen, wechselhaften Straßen nicht wohlfühlen. Dann heben Sie sich die Westfjorde besser für eine spätere Reise auf.
Wichtig: Manche Passstraßen bleiben wegen Schnee und aufgeweichtem Boden bis Ende Juni gesperrt, manchmal auch länger. Schauen Sie deshalb vor jedem Fahrtag auf road.is, vedur.is und safetravel.is.

Der passende Camper für zwei oder drei Personen
Worauf es bei der Wahl ankommt
Welcher Camper am besten passt, hängt von der Gruppengröße ab und davon, wie entspannt Sie fahren möchten. Zu zweit zählen Komfort und Automatik, denn die Strecken sind lang und kurvig und dauern oft länger als gedacht. Zu dritt geht es vor allem um Schlafplätze und einen praktischen Innenraum.
| Merkmal | Premium-Camper für 2 | Fiat Scudo 3 Family |
|---|---|---|
| Ideal für | Paare oder zwei Freunde | Drei Reisende oder kleine Familien |
| Preis ab | 6.882 ISK / Tag | 9.360 ISK / Tag |
| Getriebe | Automatik | Automatik |
| Schlafen | Sofa, das zum Bett wird (200 × 130 cm) | Schlafplätze für 3 Personen |
| Bordstrom | ca. 1 kWh, Foxie Campers Power System | Autarke Bordbatterie |
| Heizung | Leise Diesel-Standheizung mit Thermostat | Diesel-Standheizung |
| Strom vom Campingplatz | Nicht nötig | Nicht nötig |
| F-Straßen | Nicht erlaubt: 2WD | Nicht erlaubt: 2WD |
Zu zweit: der Premium-Camper
Der Premium-Camper für 2 Personen ist die beste Wahl für Paare oder zwei Freunde. Die Automatik nimmt auf den langen, kurvigen Fjordstraßen viel Stress heraus. Dank Sofa haben Sie an Regentagen einen richtigen Sitzplatz im Camper, abends wird daraus das Bett, und die leise Standheizung mit Thermostat sorgt auch in kalten Nächten für guten Schlaf. Im 24-Liter-Kompressorkühlschrank bleiben die Vorräte frisch. Ab 6.882 ISK pro Tag.
Zu dritt: der Fiat Scudo 3 Family
Reisen Sie zu dritt, ist der Fiat Scudo 3 Family Campervan die richtige Wahl. Er hat Automatik, drei Schlafplätze, eine Diesel-Standheizung und eine autarke Bordbatterie, die ohne Stromanschluss auskommt. Bettwäsche ist wie bei jeder unserer Mieten inklusive. Ab 9.360 ISK pro Tag.
Noch unsicher, welcher Camper zu Ihnen passt? Nennen Sie uns Reisedaten, Gruppengröße und Ihre geplante Route, dann helfen wir Ihnen bei der Wahl.
Persönlich beraten lassenBeste Reisezeit für die Westfjorde
Juli und August sind am verlässlichsten
Am besten reisen Sie im Juli oder August: Dann sind die meisten Straßen offen, die Tage lang und die Fahrten entspannter. Auch Juni und September sind möglich, verlangen aber mehr Planung und etwas mehr Flexibilität.
Die Monate im Überblick
Juni: Wunderschön, aber mit Vorsicht zu genießen. Einige Passstraßen sind womöglich noch zu oder erst seit Kurzem offen. Prüfen Sie den Zustand, bevor Sie sich auf bestimmte Abschnitte festlegen. Auf den Campingplätzen ist es oft ruhiger und geräumiger als in der Hauptsaison.
Juli und August: Die sichersten und am besten erreichbaren Monate für die meisten Camperreisenden. Die Campingplätze haben in der Regel mit allen Einrichtungen geöffnet, die Straßen sind verlässlicher, und es bleibt bis spät abends hell, im Hochsommer oft bis nach Mitternacht.
September: Weniger Betrieb und schöne Herbstfarben, dafür wird das Wetter unberechenbarer, und die ersten Campingplätze schließen. Planen Sie flexibler, packen Sie wärmere Kleidung ein und halten Sie einen Plan B bereit, falls sich die Bedingungen ändern.
Winter: Im Winter raten wir den meisten Camperreisenden von den Westfjorden ab. Gesperrte Straßen, Schnee, Eis, starker Wind und kurze Tage machen die Region dann deutlich anspruchsvoller als die Südküste zur selben Zeit.
Wie viele Tage Sie einplanen sollten
Warum die Westfjorde mehr Zeit brauchen, als die Karte vermuten lässt
Für eine lohnende Route brauchen Sie mindestens fünf Tage, mit sieben wird es deutlich schöner. Der häufigste Fehler: die Westfjorde als schnellen Abstecher von zwei Tagen an die Ringstraße zu hängen. Auf der Karte sieht das machbar aus, in Wirklichkeit sind die Straßen langsamer, die Aussichtspunkte kosten Zeit, und die Region verdient Geduld.
| Verfügbare Zeit | Unsere Einschätzung | Geeignet für |
|---|---|---|
| 2 bis 3 Tage | Für die meisten zu knapp | Nur ein kurzer Eindruck vom Süden der Westfjorde |
| 5 Tage | Gute kompakte Route | Hólmavík, Ísafjörður und Dynjandi |
| 7 Tage | Die beste Balance | Die ganze Runde durch die Westfjorde, mit Luft zum Durchatmen |
| 10 Tage | Ideal für langsames Reisen | Fotografen, Wanderer und alle, die es ruhig angehen |
Tagesetappen realistisch planen
In den Westfjorden dauern 100 km leicht zwei bis drei Stunden statt einer. Die Straßen folgen jedem Fjord bis ganz nach hinten, auf Schotter fahren Sie langsamer, und die Stopps summieren sich schnell. Planen Sie lieber 60 bis 100 km reine Fahrstrecke pro Tag als die 200 km und mehr, die Sie auf der Ringstraße schaffen. Dafür lohnt sich hier fast jeder Kilometer.
Route für 5 Tage: kompakt, aber ohne Hetze
Die kompakte Runde im Überblick
Diese Route ist für alle, die die Region intensiv erleben möchten, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Am besten fahren Sie sie im Juli oder August, mit etwas mehr Planung auch im Juni oder September, solange die Straßen offen sind und das Wetter mitspielt. Die Fahrzeiten sind überschaubar, trotzdem sollten Sie jeden Tag Puffer für Stopps, Wetter und langsame Schotterabschnitte einplanen.
Tag 1: von Reykjavík nach Hólmavík
Von Reykjavík geht es nach Norden Richtung Westfjorde, rund 250 km in 3 bis 3,5 Stunden. Vor der Abfahrt kaufen Sie in Reykjavík groß ein, Tipps dazu stehen in unserem Supermarkt-Ratgeber. Übernachten Sie in Hólmavík oder auf einem Campingplatz in der Nähe: So bleibt der erste Tag entspannt, und Sie starten gut aufgestellt in den nächsten Abschnitt.
Tag 2: von Hólmavík nach Ísafjörður
Über die Fjordstraßen geht es nach Ísafjörður, in den Hauptort der Westfjorde. Rechnen Sie mit einer langsamen, wunderschönen Fahrt, vielen Stopps und ständig neuen Ausblicken. Tanken Sie gleich bei der Ankunft in Ísafjörður, hier ist die Versorgung so verlässlich wie nirgends sonst in der Region.
Tag 3: rund um Ísafjörður
Bleiben Sie einen ganzen Tag in der Gegend um Ísafjörður, Bolungarvík und Súðavík. Fahren Sie weniger, erkunden Sie die Orte zu Fuß, füllen Sie Vorräte und Tank auf und planen Sie die nächsten zwei Tage nach den aktuellen Bedingungen neu.
Tag 4: von Ísafjörður nach Dynjandi
Weiter geht es nach Süden zum Dynjandi, einem der mächtigsten Wasserfälle Islands. Nehmen Sie sich mindestens 1,5 bis 2 Stunden Zeit für den Weg hinauf, vorbei an den kleineren Fällen, und für die Aussichtspunkte. Übernachten Sie auf einem Campingplatz in der Nähe.
Tag 5: zurück oder weiter nach Snæfellsnes
Fahren Sie zurück nach Süden Richtung Reykjavík (direkt etwa 4 bis 5 Stunden) oder weiter zur Halbinsel Snæfellsnes, wenn Ihre Islandreise noch ein paar Tage in diese Richtung hergibt.
Route für 7 Tage: die Empfehlung für die meisten
Mehr Spielraum für Wetter und Pausen
Mit sieben Tagen reisen Sie spürbar entspannter, und für die meisten ist das die bessere Wahl. Sie fahren weniger pro Tag, bleiben länger in Dörfern und an Aussichtspunkten, und nicht jeder Tag wird zur langen Überführungsetappe. Die zusätzlichen Tage sind außerdem Ihr Puffer fürs Wetter, und der zählt in den Westfjorden mehr als irgendwo sonst in Island.
Tag 1: von Reykjavík nach Hólmavík
Starten Sie nach Norden bis an den Eingang der Westfjorde. Kaufen Sie vorher in Reykjavík ein, in den kleinen Dörfern wird die Auswahl schnell kleiner.
Tag 2: von Hólmavík nach Ísafjörður
Lassen Sie sich auf den Fjordstraßen Zeit. Halten Sie an Aussichtspunkten und an der Küste, getankt wird unterwegs in den kleinen Orten. Kommen Sie so früh in Ísafjörður an, dass Ihnen noch Zeit für einen Bummel bleibt.
Tag 3: rund um Ísafjörður
Ein ganzer Tag in der Gegend um Ísafjörður, Bolungarvík und Súðavík: gut zum Ausruhen und praktisch zum Einkaufen, Wäschewaschen und für einen Blick auf die weitere Route.
Tag 4: von Ísafjörður nach Dynjandi
Es geht nach Süden zum Dynjandi. Planen Sie Zeit für Stopps je nach Wetter und für wechselnde Schotterabschnitte ein. Im Nachmittagslicht ist diese Strecke besonders schön.
Tag 5: von Dynjandi nach Patreksfjörður
Weiter nach Süden, übernachtet wird in Patreksfjörður oder auf einem Campingplatz in der Nähe. Von hier aus erreichen Sie am nächsten Tag die Höhepunkte der südlichen Halbinseln gut.
Tag 6: Látrabjarg oder Rauðisandur
Fahren Sie zu diesen abgelegenen Zielen nur, wenn Straße und Wetter passen. Lassen Sie sich unterwegs Zeit und planen Sie die Rückfahrt sorgfältig. Ändern sich die Bedingungen, kehren Sie ohne Zögern um.
Tag 7: zurück Richtung Reykjavík
Fahren Sie zurück nach Süden Richtung Reykjavík oder weiter nach Snæfellsnes, wenn Ihre Reise noch mehr Tage im Westen vorsieht.
Auf einer längeren Islandreise lassen sich die Westfjorde gut mit der Ringstraße verbinden, oder Sie machen auf dem Rückweg einen Abstecher nach Snæfellsnes. Wie eine ganze Rundreise Tag für Tag aussehen kann, zeigt unsere Island-Rundreise mit kostenlosem Reiseplaner. Den Planer bekommen Sie mit jeder Buchung für Ihre Reisedaten und Ihren Camper, mit echten Fahrzeiten und einem Campingplatz für jede Nacht.
Die schönsten Ziele unterwegs
Die wichtigsten Stopps für Camperreisende
Abgelegene, schöne Orte gibt es in den Westfjorden unzählige. Die folgenden lohnen sich besonders und sind mit dem Camper gut erreichbar. Prüfen Sie trotzdem vor jeder Fahrt in entlegene Gegenden den Straßenzustand, denn nach Regen oder einer stürmischen Nacht kann er sich schnell ändern.
Wasserfall Dynjandi
Einer der eindrucksvollsten Wasserfälle Islands und der Höhepunkt jeder Tour hier oben. Planen Sie 1,5 bis 2 Stunden für den ganzen Weg und die Aussichtspunkte ein.
Ísafjörður
Der Hauptort der Westfjorde, mit Lebensmitteln, Tankstelle, Bank und Campingplatz. Hier sortieren Sie Ihre Route neu, und ein ganzer Tag lohnt sich.
Vogelfelsen Látrabjarg
Der westlichste Punkt Islands, berühmt für seine Papageientaucher. Fahren Sie nur hin, wenn Zufahrt und Wind es sicher zulassen, und schauen Sie vorher auf road.is.
Strand Rauðisandur
Ein weiter, ungewöhnlicher Strand mit rötlichem Sand in grandioser Umgebung. Die Zufahrt führt steil bergab. Prüfen Sie die Bedingungen und ob Sie sich die Strecke zutrauen, bevor Sie losfahren.

Übernachten: nur auf Campingplätzen
Die Nächte in den Westfjorden planen
Mit dem Camper übernachten Sie in Island ausschließlich auf offiziellen Campingplätzen, Wildcampen ist nicht erlaubt. Plätze gibt es in der ganzen Region, aber Öffnungszeiten, Ausstattung und Bezahlung unterscheiden sich je nach Ort und Saison. Verlassen Sie sich deshalb nie blind auf einen bestimmten Platz, schon gar nicht, wenn Sie erst spät am Abend ankommen.
- Legen Sie Ihren Campingplatz für die Nacht schon am frühen Nachmittag fest, nicht erst, wenn Sie müde sind.
- Gehen Sie außerhalb der Hauptsaison nicht davon aus, dass jeder Platz geöffnet hat.
- Nehmen Sie Lebensmittel und Wasser in Reserve mit, vor allem in abgelegenen Gegenden ohne Laden in der Nähe.
- Nutzen Sie die Campingplätze, um alle ein, zwei Tage Wasser aufzufüllen, Abfall loszuwerden und den Camper in Ordnung zu bringen.
- Halten Sie sich überall an die Platzregeln, die Ruhezeiten und die Hinweise zur Müllentsorgung.
- Überlegen Sie sich für jeden Tag einen Ausweichplatz, falls Ihr erster Platz voll oder geschlossen ist.
Hilfreich: Die offiziellen Unterkünfte und Campingplätze der Westfjorde finden Sie auf westfjords.is. In der Nebensaison fragen Sie am besten direkt beim Platz nach, ob er geöffnet hat und was er bietet.
Unsere Auswahl der besten Plätze im ganzen Land, mit Karte und den Plätzen, die auch im Winter offen haben, finden Sie im Ratgeber Campingplätze in Island.
Sicher fahren: Straßen, Wetter, Regeln
Warum Vorsicht hier besonders zählt
Gefährlich sind die Westfjorde nicht, wenn Sie ihnen mit Respekt begegnen. Wer hetzt oder schlecht plant, bekommt das allerdings schnell zu spüren. Die Straßen sind schmaler, die Schotterabschnitte länger, das Wetter kann innerhalb einer Stunde umschlagen, und in abgelegenen Tälern bricht das Handynetz manchmal ab. Langsam und geduldig zu fahren, ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Diese Quellen prüfen Sie vor jedem Fahrtag
- road.is und umferdin.is: Straßenzustand und Sperrungen von der isländischen Straßenbehörde, laufend aktualisiert.
- vedur.is: Vorhersagen und Sturmwarnungen des isländischen Wetterdienstes.
- safetravel.is: Sicherheitswarnungen und die Möglichkeit, Ihren Reiseplan zu hinterlegen.
- Laden Sie vor der Fahrt in die Westfjorde die App 112 Iceland herunter. Darüber hinterlegen Sie Ihren Reiseplan und können, sofern Sie Netz haben, Ihren GPS-Standort an die Rettungskräfte senden.
Regeln für unterwegs
- Fahren Sie auf Schotter langsam. Davon hängen Ihre Sicherheit und der Zustand des Campers ab.
- Halten Sie mehr Abstand zu anderen Fahrzeugen, damit weniger Steinschlag Lack und Scheiben trifft.
- Nutzen Sie die Ausweichstellen richtig und halten Sie nie auf der Straße an, um zu fotografieren.
- Öffnen Sie die Türen bei starkem Wind vorsichtig. Eine Böe kann eine Tür im Nu beschädigen.
- Halten Sie den Tank auf abgelegenen Strecken mindestens halb voll. Tankstellen sind selten und manchmal ohne Personal.
- Fahren Sie nie abseits der Straßen, auch wenn das Gelände flach und befahrbar aussieht. Offroad-Fahren ist in Island verboten und wird hart bestraft.
- Mit einem 2WD-Camper fahren Sie weder auf F-Straßen noch auf Hochlandpisten.
- Kehren Sie um, wenn sich die Lage unsicher anfühlt. Kein Aussichtspunkt ist eine Rettungsaktion wert.
Unsere Regel: Premium und Scudo sind 2WD-Camper. F-Straßen, Hochlandpisten, Flussdurchfahrten und jedes Gelände abseits der Straßen sind mit ihnen tabu. Sie sind für Asphalt und normale Schotterstraßen gemacht, wenn road.is gute Bedingungen meldet. Wer mit einem 2WD-Camper trotzdem auf eine F-Straße fährt, verliert den Versicherungsschutz.
F-Straßen fahren Sie bei uns nur mit einem 4x4, also mit dem Dacia Duster oder dem Jeep Renegade, und dann jede, die offiziell geöffnet ist. Durch Flüsse fahren Sie auch damit nur, wenn wir die Durchfahrt vorher ausdrücklich freigegeben haben, und Schäden am Unterboden oder durch Wasser deckt die Versicherung nicht ab. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Hochland und F-Straßen in Island, die allgemeinen Verkehrsregeln und Tipps für die Ringstraße im Ratgeber Autofahren in Island.
Packliste für die Westfjorde
Kleidung und persönliche Dinge
Die Region ist wirklich abgelegen, gutes Packen macht sich hier deutlich bemerkbar. Einiges bringt der Camper schon mit: Bettwäsche ist bei jeder Miete dabei, und Premium wie Scudo haben eine Standheizung und eine eigene Bordbatterie. Sie kümmern sich also vor allem um Kleidung, persönliche Dinge, Proviant und die Kameraausrüstung.
- Regenjacke und Regenhose. Regen ist häufig und kommt oft ohne Vorwarnung.
- Warme Zwischenschichten wie Fleece, auch im Juli und August. An den Fjorden wird es abends spürbar kühler.
- Mütze und Handschuhe für windige Aussichtspunkte, Klippen und den Weg zu den Wasserfällen.
- Weiche Taschen statt Hartschalenkoffer. Im Camper lassen sie sich viel leichter verstauen.
- Badesachen und Handtuch für die heißen Quellen und Thermalbecken unterwegs.
- Offline-Karten oder heruntergeladene Navigation für Abschnitte mit schlechtem Netz.
- Kamera und Ersatzakkus. Bei Kälte sind Akkus schneller leer, als man denkt.
- Vorräte für mindestens eine zusätzliche Mahlzeit über den Tagesplan hinaus.
- Eine Trinkflasche zum Nachfüllen: Das Leitungswasser in Island ist hervorragend und überall kostenlos.
Strom unterwegs: ganz ohne Stromanschluss
Einen Stromanschluss auf dem Campingplatz brauchen unsere Camper nicht. Der Premium-Camper hat mit dem Foxie Campers Power System rund 1 kWh Strom an Bord, der Scudo eine autarke Bordbatterie. In den Westfjorden ist das besonders praktisch, weil Sie oft lange Tage fernab größerer Orte verbringen. Im Premium laden Sie unterwegs Handy, Kamera-Akkus, Drohne, Laptop, Tablet und Powerbank, und auch viele gängige CPAP-Geräte lassen sich damit betreiben, ohne dass Sie abends irgendwo einstecken müssen.
Gut ausgestattet in die Westfjorde
Premium und Scudo haben Standheizung und Bordbatterie, Bettwäsche ist immer inklusive. Wählen Sie Ihre Reisedaten und sehen Sie gleich, welcher Camper für Ihre Gruppe frei ist.
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