Reiseplanung

Island mit dem Wohnmobil: wie eine Camperreise Tag für Tag abläuft

Mit dem Camper durch Island heißt: Sie schlafen auf Campingplätzen, kochen an Bord und fahren drei bis vier Stunden am Tag. Strom vom Campingplatz brauchen Sie dafür nicht, und alles Weitere zeigen wir Ihnen bei der Übergabe in Keflavík.

Island mit dem Wohnmobil: wie eine Camperreise Tag für Tag abläuft

Wer Island mit dem Wohnmobil bereist, hat Bett, Küche und Fahrzeug in einem. Sie wachen mit Blick auf einen Berg auf, fahren zum nächsten Wasserfall, wenn Ihnen danach ist, und machen Mittagspause dort, wo die Aussicht am schönsten ist. Wie das unterwegs konkret aussieht, erklären wir Ihnen hier. Wir sind das Team, das Ihnen an unserem Schalter in Keflavík die Schlüssel übergibt.

Die Übernahme in Keflavík

Unser Schalter liegt in Keflavík (Smiðjuvellir 80), etwa sieben Minuten vom Flughafen entfernt. Den Transfer vom Flughafen zu uns und am Ende der Reise wieder zurück übernehmen wir kostenlos. Bei der Übergabe zeigen wir Ihnen in Ruhe, wie im Camper alles funktioniert. Danach geht es los.

Bettzeug, Kochausrüstung und unbegrenzte Kilometer sind bei jeder Miete dabei, außerdem ein Tankrabatt-Chip, mit dem Sie entlang der Ringstraße günstiger tanken, und unser 24/7-Support. Versteckte Gebühren gibt es nicht.

Wo Sie übernachten

Die Antwort ist kurz: auf Campingplätzen. Wildcampen ist in Island nicht erlaubt, und auch auf einem ruhigen Parkplatz oder in einer Parkbucht dürfen Sie mit dem Camper nicht über Nacht stehen.

Campingplätze gibt es im ganzen Land. Die meisten haben Toiletten und Duschen, viele auch eine Küche oder einen warmen Aufenthaltsraum. Pro Erwachsenem und Nacht zahlen Sie je nach Platz etwa 2.000 bis 3.000 ISK (≈ 15 bis 22 €). Dazu kommen 400 ISK Übernachtungssteuer pro Camper und Nacht, und manchmal kostet die Dusche extra. Reservieren müssen Sie in der Regel nicht, voll wird es fast nur bei besonderen Veranstaltungen.

Die Plätze finden Sie auf der Karte in unserer Übersicht der Campingplätze in Island. Außerhalb des Sommers zeigt Ihnen der Filter „Im Winter geöffnet“ nur die Plätze, die dann noch Gäste aufnehmen.

Strom, Heizung und warme Nächte

Der Campervan 2 Persons Premium und der Fiat Scudo 3 Family haben eine Diesel-Standheizung, die Sie die ganze Nacht warm hält und ohne Stromanschluss funktioniert. Dazu kommt eine eigene Bordbatterie, die sich während der Fahrt auflädt. Handy, Kamera und Laptop laden Sie also einfach an Bord.

Einen Stellplatz mit Stromanschluss brauchen Sie mit keinem unserer Camper, das Geld dafür können Sie sich sparen.

Kochen und Einkaufen

Frühstück und Abendessen kochen die meisten unserer Gäste selbst im Camper. Das spart viel Geld, denn Restaurants sind in Island teuer: Ein einfaches Essen kostet etwa 3.500 bis 5.500 ISK (≈ 25 bis 40 €). Wer selbst kocht, kommt mit etwa 1.500 bis 3.000 ISK (≈ 11 bis 22 €) pro Person und Tag für Lebensmittel aus.

Am günstigsten kaufen Sie bei Bónus und Krónan ein. Wo die Filialen liegen, zeigt die Karte in unserem Ratgeber Supermarkt in Island. Wasser müssen Sie nicht kaufen: Das Leitungswasser ist überall hervorragend und kostenlos, füllen Sie einfach Ihre Flasche auf.

Duschen und heiße Becken

Geduscht wird auf dem Campingplatz, und fast jeder Ort hat ein Schwimmbad mit Hot Pots, also heißen Becken im Freien. Der Eintritt liegt bei etwa 1.200 bis 2.000 ISK (≈ 9 bis 15 €). Viele Einheimische kommen jeden Abend, und nach einem kalten Tag unterwegs gibt es kaum einen besseren Ort. In jedem öffentlichen Schwimmbad gilt: Sie duschen vorher gründlich ohne Badekleidung und ziehen sie erst danach an.

Fahren: wie weit Sie am Tag kommen

Planen Sie drei bis vier Stunden Fahrt pro Tag ein. Für 100 km auf der Karte brauchen Sie mit Stopps an Wasserfällen und Aussichtspunkten oft anderthalb bis zwei Stunden. Auf asphaltierten Straßen gilt Tempo 90, auf Schotter 80.

Schauen Sie jeden Morgen auf umferdin.is nach dem Straßenzustand und auf vedur.is nach dem Wetter. Achten Sie vor allem auf den Wind, er macht Ihnen in Island mehr zu schaffen als die Kälte. Alles Weitere zu Verkehrsregeln und Ringstraße steht in unserem Ratgeber zum Autofahren in Island.

Auf dem Land liegen die Tankstellen weit auseinander. Tanken Sie in den Orten, lange bevor der Tank leer ist. Die aktuellen Spritpreise vergleichen Sie auf gasvaktin.is.

Wohin die Reise gehen kann

Die Klassiker für die erste Reise sind der Golden Circle mit Þingvellir, Geysir und Gullfoss und die Südküste mit Seljalandsfoss, Skógafoss, dem schwarzen Strand Reynisfjara und Skaftafell. Mit mehr Zeit fahren Sie weiter nach Osten bis zum Vestrahorn und in die Schlucht Stuðlagil, oder Sie umrunden gleich die ganze Insel auf der Ringstraße (Route 1).

Wie solche Routen Tag für Tag aussehen, zeigt unsere Island-Rundreise mit kostenlosem Reiseplaner. Bei jeder Buchung ist ein persönlicher Reiseplan für Ihre Daten und Ihren Camper inklusive, mit echten Fahrzeiten und einem Campingplatz für jede Nacht.

Was die Reise kostet

Neben dem Camper zahlen Sie vor allem für Sprit, Campingplätze und Lebensmittel. Am stärksten schwankt der Camperpreis selbst: Eine Woche im Campervan 2 Persons Premium kostet nach unserer aktuellen Preisliste im Oktober etwa 57.000 ISK (≈ 420 €), im Juli etwa 137.000 ISK (≈ 1.005 €). Für eine Woche im Oktober mit rund 1.300 km kommen zwei Personen mit Sprit, Campingplätzen und Lebensmitteln auf etwa 142.000 ISK (≈ 1.040 €), Flüge nicht eingerechnet.

Auf langen Sommerreisen ab etwa zehn Nächten kann sich die Camping Card lohnen, und Sie brauchen nur eine Karte pro Camper. Die ganze Rechnung mit drei Beispielen finden Sie in unserem Ratgeber Was ein Island-Urlaub mit dem Camper kostet. Wie sich die Camperpreise Monat für Monat ändern, zeigt der Ratgeber zur besten Reisezeit für Island.

Welcher Camper passt zu Ihnen?

  • Zu zweit: der Campervan 2 Persons Premium mit Automatik, Standheizung und Bordbatterie. Er fährt sich leicht und kostet in der Nebensaison ab 6.882 ISK (≈ 50 €) pro Tag.
  • Zu dritt: der Fiat Scudo 3 Family Campervan mit Automatik, drei Schlafplätzen und ebenfalls mit Standheizung, ab 9.360 ISK (≈ 69 €) pro Tag.
  • Zu viert: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per WhatsApp unter +354 850 4441. Wir sagen Ihnen gern, welche Möglichkeiten es für Ihre Reisedaten gibt.
  • Hochland und F-Straßen: Dafür brauchen Sie bei uns einen 4x4, den Dacia Duster oder den Jeep Renegade, beide mit Dachzelt. Mit ihnen dürfen Sie jede F-Straße fahren, die offiziell geöffnet ist; mit unseren 2WD-Campern sind F-Straßen nicht erlaubt. Mehr dazu in unserem Ratgeber Hochland und F-Straßen in Island.
  • Im Winter: Nehmen Sie einen der beiden beheizten Camper. Alle unsere Camper fahren im Winter mit Spikereifen, die 4x4-Camper mit Dachzelt sind aber nur für den Sommer gedacht.

Alle Camper mit aktuellen Preisen für Ihre Reisedaten vergleichen Sie auf unserer Seite Wohnmobil mieten in Island.

Island mit dem Wohnmobil: häufige Fragen

Darf man in Island mit dem Wohnmobil frei stehen?

Nein. Über Nacht stehen Sie mit dem Camper nur auf Campingplätzen, auch ein ruhiger Parkplatz oder eine Parkbucht ist tabu. Wildcampen ist in Island nicht erlaubt.

Muss ich Campingplätze in Island vorher reservieren?

In der Regel nicht. Die Plätze sind nur selten voll, am ehesten bei besonderen Veranstaltungen. Sie können also unterwegs entscheiden, wo Sie die Nacht verbringen.

Brauche ich auf dem Campingplatz einen Stromanschluss?

Nein, unsere Camper brauchen keinen Strom vom Platz. Der Campervan 2 Persons Premium und der Fiat Scudo 3 Family haben eine eigene Bordbatterie und eine Standheizung, die ohne Stromanschluss funktioniert.

Wie viele Stunden sollte ich pro Tag fahren?

Planen Sie drei bis vier Stunden ein. Für 100 km brauchen Sie mit Stopps oft anderthalb bis zwei Stunden. Auf Asphalt gilt Tempo 90, auf Schotter 80.

Welcher Camper eignet sich für den Winter?

Der Campervan 2 Persons Premium oder der Fiat Scudo 3 Family, denn beide haben eine Standheizung. Im Winter fahren alle unsere Camper mit Spikereifen, die 4x4-Camper mit Dachzelt sind aber nur für den Sommer gedacht.

Kann ich mit dem Wohnmobil ins Hochland fahren?

Nur mit einem unserer 4x4-Camper und nur auf F-Straßen, die offiziell geöffnet sind, meist von Ende Juni bis Anfang oder Mitte September. Durch Flüsse fahren Sie nur, wenn wir die Durchfahrt vorher freigegeben haben. Mit unseren 2WD-Campern sind F-Straßen nicht erlaubt.